Händler bieten Rabatte und kleine Preise

Shoppen, sparen, Schnäppchen machen: Bis Weihnachten dauert es noch ein bisschen. Viereinhalb Wochen bleiben Zeit, bis pünktlich zum Heiligen Abend alle Geschenke schick verpackt unterm Baum liegen sollten. Dennoch machen sich immer mehr Kunden beizeiten auf den Weg, um der Hektik kurz vor dem Fest und dem Last-Minute-Gedränge aus dem Weg zu gehen. Zum Start in den Weihnachtseinkauf laden viele Geschäftsleute ab Ende November zur Schnäppchenjagd mit starken Rabatten ein. Der sogenannte „Black Friday“ stammt ursprünglich aus den USA, hat sich aber auch hierzulande vielerorts längst eingebürgert.

Der „Schwarze Freitag“ ist in Amerika traditionell der Freitag nach „Thanksgiving“. Und da die amerikanische Version des Erntedankfestes stets auf einen Donnerstag fällt – immer der vierte im November – wird der Freitag gerne als Brückentag genutzt. Er gilt in den Vereinigten Staaten inzwischen als umsatzstärkster Einkaufstag.

Lange Schlangen

Lange Schlangen vor den Geschäften – und das bereits in den frühen Morgenstunden: Ein typisches Bild für den amerikanischen „Black Friday“. Menschenmassen drängen in die Läden, um von Rabatten und Sonderangeboten zu profitieren.

In Deutschland hat der „Schwarze Freitag“ vor zwölf Jahren Einzug gehalten. Der kalifornische Technologie-Riese „Apple“ bot seine Rabatte 2006 auch in hiesigen Gefilden an. Mittlerweile hat sich der „Black Friday“ zunehmend auch in Deutschland etabliert.

Weniger bezogen auf stationäre Händler, dafür schwerpunktmäßig ein Begriff des Online-Handels ist in diesem Zusammenhang der „Cyber Monday“. Am Montag nach dem „Schwarzen Freitag“ stehen insbesondere Internethändler in den Startlöchern, werben mit starken Rabatten und Sonderaktionen.

Einige Handelsriesen haben ihre Aktionen mittlerweile auf eine ganze Woche ausgedehnt, die sogenannte „Cyber Week“.

Cyber Monday

Immer mehr Kunden auch in Deutschland gehen an „Black Friday“ und „Cyber Monday“ gezielt auf Schnäppchenjagd. Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatz von 2,4 Milliarden an diesen beiden Tagen. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 15 Prozent.

„Black Friday und Cyber Monday werden hierzulande immer populärer. Das setzt einen wichtigen Umsatzimpuls im Weihnachtsgeschäft“ so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Zahlen des HDE-Online-Monitors zeigten, dass nur noch jeder Zehnte Online-Shopper den „Black Friday“ nicht kenne.

Im vergangenen Jahr war der „Cyber Monday“ demnach noch mehr als jedem Dritten unbekannt, 2018 ist es nur noch etwa jeder Vierte.

Die HDE-Zahlen zeigten darüber hinaus, dass nicht nur die Bekanntheit der Aktionstage steige, sondern dass die Kunden bei den Sonderangeboten auch immer häufiger zugreifen. So hätten 2017 bereits 24 Prozent der deutschen Onlineshopper stationär oder online reduzierte Produkte am „Black Friday“ gekauft. Am „Cyber Monday „waren es 18 Prozent. Für 2018 planen 31 Prozent der deutschen Onlineshopper den „Black Friday“ und 21 Prozent den „Cyber Monday“ für Einkäufe zu nutzen.

„Beide Aktionstage haben sich über die letzten Jahre fest im Einkaufskalender der Schnäppchenjäger etabliert. Immer mehr Online-Händler und stationäre Läden bieten gezielt Aktionsware an“, so Genth weiter.

Von Julia Kleinschmidt, Foto: djd/Global Blue/Getty Images/Csondy