Vorzeigeprojekt: Nammer Dorfladen-Verein

Knapp 200 Besucher haben sich beim Probelauf einen ersten Eindruck verschafft, wie der künftige Nammer Dorfladen aussehen könnte. Rund 60 von ihnen würden dem Verein beitreten, der das Geschäft später ehrenamtlich betreiben soll.

Dies geht aus Absichtserklärungen hervor, die am vergangenen Samstag ausgelegt und von vielen Gästen unterzeichnet worden sind. Hinzu kommen die Aktiven der Arbeitsgruppe Dorfladen/Dorfcafé. Das macht unterm Strich für den Anfang etwa 75 Menschen. Ein Verein, gegründet zum Zweck einer Einkaufsgemeinschaft, müsste etwa 150 Mitglieder haben, damit der Dorfladen läuft. Das heißt: Klinken putzen. Außerdem sollen die örtlichen Vereine angesprochen werden. Jürgen Zahn schwebt „Werbung von Mensch zu Mensch“ vor.

Einziehen soll das Laurentius-Lädchen, so der vorläufige Name, in die Räume des ehemaligen Raumausstatters Hermening direkt neben der Kapelle, wo am Samstag auch der fünfstündige Probelauf gestartet wurde, verbunden mit einem Neujahrsempfang. Zum Laden sollen ein Café und Dorfbüro gehören, Letzteres zum Beispiel als Anlaufstelle für Neubürger.

Vereinsmitglieder zahlen monatlich zehn Euro und bekommen dafür beim Bezahlen an der Kasse Rabatt. Sie müssen allerdings einige Stunden ehrenamtlich arbeiten.

Im Angebot sollen Bio-Ware und hochwertige regionale Produkte sein, alles zu günstigen Preisen. Darüber hinaus ist der Dorfladen als täglicher Treffpunkt gedacht. „Vom Café verspreche ich mir viel“, erklärt Karl-Heinz Daum.

Der stellvertretende Bürgermeister Karl Erich Schmeding drückt die Daumen, dass es klappt mit dem Dorfladen. „Unsere Gesellschaft wird älter, es können nicht mehr alle so weit fahren“, erklärt er und sagt voraus: „Wenn ein Dorfladen in Nammen Schule macht, wird er zum Vorzeigeprojekt für andere Ortschaften.“

Von Stefan Lyrath