„Hausberger Hütte“: Der kleinste Weihnachtsmarkt?

Die „Hausberger Hütte“, bekannt geworden als Deutschlands kleinster Weihnachtsmarkt, gilt bereits nach zwei Jahren als Erfolgsmodell. Das lässt sich auch in Litern ausdrücken.

Mit den Besucherzahlen, die stets im dreistelligen Bereich liegen, ist Herbert Wiese von der Arbeitsgruppe (AG) Attraktivität zufrieden. „Selbst wenn einmal nicht so viele Leute da sind, ist immer viel los“, hat Sigrid Hohnemann, die sich ebenfalls in der AG engagiert, in den beiden vergangenen Jahren beobachtet. „Die Stimmung ist freundlich und sehr kommunikativ.“

An 23 Tagen im Dezember geöffnet

Am Erfolgsmodell, an 23 Tagen zu öffnen und keinen auszulassen, werde nicht gerüttelt, so Wiese. Nur optisch gibt es an Deutschlands wohl kleinstem Weihnachtsmarkt, der „Hausberger Hütte“, noch etwas zu verbessern. So schwebt Herbert Wiese eine „Rahmung des Platzes“ vor. „Ich wünsche mir, dass sich die Eigentümer der umliegenden Häuser zusammenfinden und ihre Giebel beleuchten“, erklärt er. Auch die beleuchtete Überdachung direkt neben der Glühweinbude könne ruhig „noch muckeliger werden“, meint der Ortsheimatpfleger. „Daran müssen wir feilen.“

Sehen lassen können sich auch diese Zahlen: 2016 sind rund 800 Liter Glühwein sowie etwa 450 Liter Apfelpunsch ausgeschenkt worden, dazu jeweils 50 Flaschen Calvados und Amaretto für den „Schuss“, beim Rum etwas weniger. Der Erlös fließt ins Hausberger Bürgerhaus, einem Treff für alle Portaner. Einige Vereine oder Gruppen machen zusätzlich Musik, etliche sorgen auch für Speisen, alle bringen ihre Anhänger gleich mit, so dass der Platz nie verwaisen kann.

Seit 2008 gibt es in Hausberge keinen „richtigen“ Weihnachtsmarkt mehr, zuletzt nur noch eine Feier der 1. Bürgerkompanie am „Angestellten“. Dann kam Deutschlands kleinster Weihnachtsmarkt, initiiert von der AG Attraktivität. Dass des Markt mit einer einzigen Glühweinbude auskommt, macht seinen besonderen Charme aus. Erklärtes Ziel der AG war die Belebung des Ortes. Ziel erreicht.

MT-Stadtgespräch an der Hausberger Hütte

Bis zu 500 Besucher pro Abend, nie weniger als 100: Bereits im Premierenjahr 2015 hatte Deutschlands kleinster Weihnachtsmarkt alle Erwartungen übertroffen, bevor sich die Erfolgsgeschichte im Dezember 2016 nahtlos fortsetzte.

Hat Hausberge vielleicht doch das Potenzial für einen größeren Weihnachtsmarkt mit einer ganzen Reihe von Ständen?

Dies könnte eine der Fragen sein, um die sich das MT-Stadtgespräch am Donnerstag, 30. November, dreht. Beginn ist um 17 Uhr vor der Hausberger Hütte am Marktbrunnen. Moderieren werden die MT-Redakteure Dirk Haunhorst und Carsten Korfesmeyer.

Betrieben wird die Bude an diesem Abend ebenfalls vom Mindener Tageblatt. Dies ist die Voreröffnung vor dem offiziellen Auftakt am Freitag. Zu essen gibt es Bratwurst vom Grill. Für den richtigen Ton sorgt die städtische Musikschule. Schluss wird gegen 20 Uhr sein.

Gesprächspartner sind Herbert Wiese von der örtlichen Arbeitsgruppe (AG) Attraktivität, der zugleich Stadt- und Ortsheimatpfleger ist, Bürgermeister Bernd Hedtmann und Rüdiger Konrad, Leiter der Musikschule. „Wir wollen lockere Gespräche führen“, kündigt Dirk Haunhorst an.

Bürgermeister Bernd Hedtmann kann Antworten auf Fragen zu aktuellen Themen geben. Kommt die Seilbahn zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal? Was machen die Bestrebungen, den Tourismus weiter auszubauen? Wie sieht Stadtentwicklung mit besonderem Blick auf Hausberge aus? Was spricht für, was gegen ein Bürgerbegehren zum Erhalt aller Portaner Grundschulen? Bei der städtischen Musikschule ist sicher die Gebührenpolitik von besonderem Interesse.

Nach dem eigentlichen Stadtgespräch, das bis etwa 18 Uhr dauern wird, werden den Besuchern Fragen zum Mindener Tageblatt beantwortet – von A wie Abo bis Z wie Zustellung. Erwartet werden unter anderem Verlagsleiter Carsten Lohmann, Marketingchef Frank Sommer, die stellvertretende Vertriebsleiterin Marita Meinsen, Petra Pelz von der Medienvermarktung und Verlagsrepräsentantin Irene Weiland.

Von Stefan Lyrath