Selbstheilung anregen

Interview: Nina Schneidereit über die feinen Unterschiede in der Naturheilkunde

Gesund zu sein oder gesund zu werden, zählt wohl für die meisten zu den wichtigsten Themen überhaupt. Für immer mehr Menschen bekommt aber auch das Wie einen immer größeren Stellenwert. Viele Patienten möchten nämlich nicht unbedingt zu regulären Medikamenten greifen.

Gibt es natürliche beziehungsweise sanfte Alternativen zur klassischen Schulmedizin?
Ja, die gibt es! Da gibt es einerseits Medikamente mit pflanzlichen Wirkstoffen, sogenannte Phytopharmaka. Andererseits gibt es die Homöopathie.

Ist das nicht dasselbe?
Nein. Charakteristisch für die Homöopathie ist das Herstellungsverfahren. Die Wirkstoffe werden mitunter sehr stark verdünnt, verschüttelt oder verrieben. Die Homöopathie basiert auf dem Prinzip „Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden“. So werden die körpereigenen Selbstheilungskräfte angeregt.

Man kann zum Beispiel bei einer bestimmten Erkrankung ein bestimmtes homöopathisches Präparat einsetzen?
Das lässt sich so pauschal schwierig sagen. Nicht jedes Präparat wirkt bei jedem Menschen gleich. Das ist oft abhängig vom persönlichen Charakter. Ganz wichtig ist uns die eingehende Beratung, auf Wunsch gern unter vier Augen. So können wir dank unserer jahrelangen Erfahrung passende Empfehlungen geben.

Wie sieht es bei alternativen Heilverfahren mit Neben- und Wechselwirkungen aus?
Die Naturheilkunde ist arm an Neben- und Wechselwirkungen. Daher ist sie auch gut für Kinder geeignet. Wichtig ist zu wissen beziehungsweise zu prüfen, was der Patient sonst noch für Medikamente einnimmt oder eingenommen hat.

Wofür können diese naturheilkundlichen Arzneimittel eingesetzt werden?
Die Mittel lassen sich vielfältig einsetzen. Alltagsbeschwerden lassen sich damit sanft und natürlich behandeln. Homöopathie und auch die Phytopharmazie decken einen breiten Anwendungsbereich ab und sind eine sinnvolle Ergänzung zur klassischen Medizin. Wir sehen Homöopathie und Phytopharmazie nicht als Ersatz, sondern als unterstützende Behandlung. Wichtig ist, dass sich der Patient diesbezüglich auch mit seinem Arzt abstimmt.

Foto: pr/djd/Wala-Hauschka

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