Start für mehr Sicherheit

Foto: © djd Stock Essentials XiXinXing

Wer sich für das Begleitete Fahren ab 17 (BF17) entscheidet, sitzt früher am Steuer und sammelt wichtige Erfahrungen, bevor es später alleine auf die Straße geht. Gerade 16-Jährige können daher die freie Zeit in den kommenden Sommerferien nutzen, um sich auf ihren Führerschein vorzubereiten. Hat man frühzeitig alle nötigen Unterlagen beisammen, kann man bereits mit 16,5 Jahren mit der Fahrschule beginnen. Pünktlich zum 17. Geburtstag können die Jugendlichen dann ihre Fahrerlaubnis erhalten. Die Eltern, die im BF17 die häufigsten Begleitpersonen darstellen, können dabei aktiv zur Verkehrssicherheit ihrer Kinder beitragen.

BF17-Vorbereitungen in den Ferien

Für die Anmeldung zum BF17 ist ein gültiger Personalausweis, ein biometrisches Passfoto und die Unterschrift der Erziehungsberechtigten notwendig. Die Jugendlichen müssen einen Sehtest sowie eine Erste-Hilfe-Schulung absolvieren und können ihre Ferienzeit dafür gezielt nutzen. Um noch etwas Geld für die Fahrstunden zu sammeln, ist der Blick auf mögliche Ferienjobs sinnvoll. Über Aushänge im Supermarkt oder Jobportale im Netz findet sich schnell eine geeignete Stelle. Auch für Begleitpersonen lohnt sich die frühe Planung in den Ferien: Begleiten kann, wer über 30 Jahre alt ist, seit mindestens fünf Jahren ununterbrochen den Führerschein besitzt und nicht mehr als einen Punkt in Flensburg hat. Maximal ein Punkt kann vor der Anmeldung des Kindes zum BF17 durch die freiwillige Teilnahme an einem Fahreignungsseminar abgebaut werden.

BF17 verbessert die Sicherheit von Fahranfängern

Begleitet und unterstützt sammeln Fahranfänger dann ein ganzes Jahr lang hilfreiche Erfahrungen im Straßenverkehr. Studien belegen, dass Teenager, die am BF17 teilgenommen haben, im ersten Jahr des selbstständigen Fahrens rund 20 Prozent seltener an Unfällen beteiligt sind als Gleichaltrige, die direkt nach der Fahrschule nur auf sich gestellt waren. Hilfreiche Tipps gibt es unter www.bf17.de, einer Seite des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und der Deutschen Verkehrswacht (DVW). Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert.

Alles Wichtige zum BF17 auf einen Blick:

  • Anmeldung ab 16,5 Jahren
  • theoretische Prüfung frühestens drei Monate vor dem 17. Geburtstag, praktische Prüfung frühestens einen Monat vorher
  • Begleitpersonen mindestens 30 Jahre alt, seit fünf Jahren ununterbrochen im Besitz des Führerscheins und maximal ein Punkt in Flensburg
  • unbegrenzte Zahl an Begleitpersonen möglich, Eltern müssen zustimmen
  • Probezeit ohne Verstöße zwei Jahre
  • Alkoholgrenze 0,0 Promille in der Probezeit
  • Kfz-Versicherung prüfen und gegebenenfalls auf BF17 anpassen
  • im Schadensfall verantwortlich ist die Person, die das Fahrzeug steuert

Quelle: djd/ BF17-Kampagne – Foto: djd/iStock Essentials/XiXinXing/BF17-Kampagne

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