Dem Kopfschmerz auf der Spur

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Spezialistenteam sucht Probanden für erste Studienergebnisse

Haben chronische Kopfschmerzen und Migräne ihren eigentlichen Ursprung in Fehlfunktionen der Halswirbelsäule und des Kiefergelenks? David Gough ist davon überzeugt. Der Physio- und Manualtherapeut hat bei seiner Arbeit mit mehr als 1000 Kopfschmerzpatienten immer wieder die Erfahrung gemacht, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Wirbelgelenkstellungen und Kopfschmerzen zu geben scheint. Diese Vermutung soll jetzt im Rahmen einer Studie wissenschaftlich untermauert werden.

„Daher suchen wir Probanden“, lädt David Gough Patienten ein, die an einer chronischen Migräne leiden. An Kopfschmerzen, die sich über lange Zeiträume hinziehen, vielleicht wiederkehrend schon seit der Kindheit. „Das Ziel unserer Studie ist es, Muster zu erkennen.“

Zahntechnikermeister Ingo Heinzelmann, Physio- und Manualtherapeut David Gough und Zahnarzt Dr. Christoph Steinbock (v.l.n.r.) arbeiten am gemeinsamen Ziel. Foto: Sabine Morche

Mit getragen wird die Untersuchung von Dr. Christoph Steinbock, Zahnarzt aus Döhren und dem Zahntechnikermeister Ingo Heinzelmann. Bereits vor Jahren schlossen sich die Fachleute in ihren jeweiligen Gebieten zum „Kompetenznetzwerk Kopfschmerzen“ zusammen. Seither hat sich David Gough auf die Behandlung von Kopfschmerzen spezialisiert, sich weitergebildet und sein bisheriges Behandlungskonzept Anfang des Jahres einem Fachpublikum in der Berliner Charité vorgestellt. Das Interesse war so groß, dass die bisher gesammelten Erfahrungswerte nun wissenschaftlich belegt werden sollen.

Damit für alle Teilnehmenden dieselben Voraussetzungen gelten, muss ihre Migräne von einem Neurologen bestätigt sein. In den Räumen der Praxis Gough in Lahde wird dann durch einen Tastbefund die Stellung der Halswirbelkörper erhoben. Im zweiten Schritt wird die Bewegung der Kiefergelenke mit einem Axiografiegerät aufgezeichnet. Alle Daten werden ausschließlich anonymisiert ausgewertet und verwendet. Sie dienen dazu, eine Hypothese zu formulieren, nach der bestimmte Wirbelstellungen oder Kiefergelenksituationen am Entstehen von Migräne beteiligt sind.

„Solche Untersuchungen gibt es bislang nicht“, unterstreichen Gough, Dr. Steinbock und Heinzelmann, die das Thema nicht länger nur theoretisch ableiten wollen, sondern jetzt den Unterbau dafür schaffen wollen. Die Ergebnisse sollen Anfang kommenden Jahres im Rahmen des Praktikerforums des Continuum Zahnmedizin Alma Mater Greifswald e.V. in München vorgestellt werden.

Einzelheiten und Informationen zu Ablauf und Durchführung der Studie erhält man in der Praxis David M. Gough, M.Sc., bei Frau Chow, montags bis freitags zwischen 9 und 13 Uhr.

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