Back to the roots

das SOHO in Minden

Mit seinem Bar- und Cafékonzept setzt Patrick Zander neue Akzente in Mindens Gastro-Szene. Und bekennt sich klar zur Weserstadt.

Die Gastro-Adresse an Mindens Obermarktstrasse war schon immer ein beliebter Szene-Treff. Jetzt ist aus dem ehemaligen „Lop“ die Café-Bar „Soho Minden“ geworden. „Unter diesem Namen knüpfen wir an die Tradition an. Und möchten doch ganz anders sein“, sagt Betreiber Patrick Zander.

Gedacht, getan, hat der 29-jährige Eventmanager seit Dezember letzten Jahres viel bewegt, bevor das „Soho“ Anfang Mai 2017 seine Pforten öffnete. „In Design wie Angebot wurde ein neues Konzept entwickelt und mit vielen Details umgesetzt“, blickt der findige Unternehmer auf einen Gastro-Auftritt aus einem Guss. Ganz auf dem Zenit des Zeitgeistes ist eine Retro-Bar mit Café-Betrieb entstanden, die die Devise „Back to the Roots“ zu besonderem Leben erweckt.

Wer das „Soho Minden“ betritt, weiß, wovon Zander mit Blick auf die Raumgestaltung spricht. „Wir haben alles von den Wänden und Fußböden über die Möblierung und den Thekenbereich neu und anders gemacht“, hält der Pächter fest. So treffen in den frisch renovierten Gastroräumlichkeiten des „Soho“ Chesterfield Sofas und Shabby-Chic-Tische auf moderne Kunst und setzen bepflanzte Kreidewände atmosphärische Akzente. Die alte braune Theke des „Lop“ ist einer offenen Bar aus trendigen Naturmaterialien gewichen, die für ein Mehr an Transparenz steht. Auch technisch wurde aufgerüstet, denn Lüftungsanlage und Sanitärbereich sind auf den Stand gebracht worden.

„Wir bekennen uns klar zur Stadt Minden“, hebt Patrick Zander einen weiteren Aspekt hervor. Davon zeugt etwa eine Galerie mit Promi-Bildern von Prinz Charles bis zu Willy Brandt im hinteren Teil des „Soho“. Sie wie andere Prominenz hatten der Weserstadt einen Besuch abgestattet. Ein Foto-Revival erleben auch die guten alten Studio-M-Zeiten. Und das passend zum Gebäude, denn noch heute gehört das Haus an der Obermarktstraße 1 der Firma Wehking, deren inzwischen verstorbener Chef H.-D. Wehking Betreiber der legendären Disco war.

Dass die Konzentration auf das Wesentliche – eben „Back to the Roots“ – keineswegs den Verzicht auf Genüsse bedeutet, beweist ein Blick auf die Speise- und Getränkekarte des „Soho“. „Bei uns bekommt man die klassische Stulle mit Käse oder Leberwurst wieder oder kann sich ein einfaches Linsencurry schmecken lassen“, informiert Patrick Zander. Mit leckeren Burgern sowie einer erlesenen Cocktailkarte inklusive hochwertiger Spirituosen wendet er sich dagegen ganz klar neuzeitlichen Genüssen zu. Mit denen kennt sich der Eventmanager ohnehin bestens aus, war er doch Organisator des ersten Mindener Street-Food-Festivals im September 2016. Nicht nur das soll in diesem Jahr seine Fortsetzung auf dem Gelände des Autohauses Kleinemeier in Hahlen finden. „Außerdem werde ich bei der Nachfolgeveranstaltung von „Porta tischt auf, die für Ende Juli geplant ist, organisatorisch die Fäden ziehen“, freut sich Zander auf eine weitere Herausforderung. Auch hier darf man auf spannende Neuheiten gefasst sein.

Doch zurück zur Karte des Soho, die noch mehr zu bieten hat. Frisch gepresste Säfte etwa oder hochwertige Fritz-Limonaden und -Cola sowie Milchshakes – allen voran der regenbogenfarbene Einhorn-Milchshake. „Besondere Kuchen bekommt man bei uns auch“, verweist Patrick Zander auf Beispiele wie Birne-Buchweizenkuchen oder veganen Apfel-Granola-Kuchen. Selbstverständlich können sich die Gäste des Soho auch Kaffee schmecken lassen. Im Zuge der Third-Wave-Welle wird der auf Wunsch direkt am Tisch des Gastes aufgebrüht.

Bis zu 70 Gästen bietet das „Soho Minden“, das auch für Feiern reserviert werden kann, Platz im Innenbereich. „In Kürze werden wir den Außenbereich in Angriff nehmen“, zeigt Patrick Zander weiterhin Initiative. Und wartet auch hier mit einer Besonderheit auf, denn Betontische werden für stylische Hingucker sorgen.

Geöffnet ist die Café-Bar „Soho Minden“ täglich ab 12 Uhr.

Fotos: Oliver Hallmann

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